Bistro St.Gallen im Einstein Archive - gambrinus jazz plus

Bistro St.Gallen im Einstein

«Thursday Blues»: Hubert Dorigatti & Mountain Blues

Ragtime-Picking und rauer Gesang aus alpiner Ruhe

BLUES │ Das Duo bringt akustische Tradition der US-Südstaaten, Country- und Folk-Einflüsse auf kleine Bühnen und Festivals. Der Sänger und Gitarrist aus Bruneck gewann die nationalen Finals der International Blues Challenge; «Poor Boy» wurde 2026 in der Kategorie «International Blues Album» für die Blues Music Awards nominiert. An seiner Seite steht ein Mundharmonikaspieler aus Tirol, der mit seiner anderen Formation «Salt brennt» bereits vor einem Jahr im Bistro das Publikum begeistert hatte. Die Besetzung bleibt reduziert: Stimme, Gitarre, Harp, eigene Stücke und einzelne Standards.

«Blues gibt es nicht nur in Flussmündungsgebieten, sondern auch in Hügel- und Berglandschaften.» (Akustik Gitarre)
«Was Dorigatti hier für uns anrichtet, ist ein Gourmet-Menü für alle, die Blues, Ragtime-Picking, Folk und Country mögen.» (Akustik Gitarre)
«Das Album ist als eines von weltweit fünf in der Kategorie «International Blues Album» für den Preis der Blues Foundation in Memphis nominiert.» (Ö1)

Hubert Dorigatti & Mountain Blues tritt im Duo mit Christian Deimbacher auf: Gitarre, Stimme, Mundharmonika und Tuba genügen, um den Kern dieser Musik freizulegen. Die offizielle Biografie führt Dorigatti zurück nach Bruneck, Jahrgang 1975, und weiter zu Jazzstudien an den Konservatorien in Wien und Trient. Die Trompete legte er mit 16 beiseite; seitdem steht die Gitarre im Zentrum. Trotz Jazz, Eigenkompositionen und Projekten wie Bayou Side oder dem Bob-Dylan-Tribute mit Laura Willeit kehrte er immer wieder zum Blues zurück.

Seine Vorbilder verweisen auf Bill Broonzy, Robert Johnson und Lightnin’ Hopkins. In den eigenen akustischen Kompositionen verbindet er virtuoses Ragtime-Picking mit Country- und Folk-Einflüssen. Die offizielle Website beschreibt ihn als Musiker mit Bart, Charme und rauchiger Stimme, der solo mit Harp und Stompbox ebenso auftritt wie auf Festivals und bei kleinen Konzerten. Die nationalen Finals der International Blues Challenge gewann er als bester italienischer Bluesmusiker.

Der aktuelle Fokus liegt auf «Poor Boy». Das Album erschien am 3. Oktober 2025 und entstand als Zusammenarbeit mit sieben Blues-Harp-Spielern, darunter Charlie Musselwhite, Jason Ricci, Greg Zlap und Roly Platt. Alle Stücke wurden von Dorigatti geschrieben und komponiert; die Aufnahme enthält fünf Bandtracks und vier reduzierte Arrangements, bei denen Gitarre und Mundharmonika im Vordergrund stehen. 2026 wurde «Poor Boy» bei den Blues Music Awards in der Kategorie «International Blues Album» nominiert.

Im Duo erhält dieses Material eine andere Form: weniger Banddruck, mehr Raum für Anschlag, Atem, Pausen und Reibung. Christian Deimbacher bringt Mundharmonika und Tuba ein und ist in Österreich auch als Musiker der Alpin-Groove-Band Saltbrennt bekannt. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb die Besetzung bereits 2023 als ungewöhnlich und verwies auf den energetischen Blues, der daraus entsteht. Für kleine Bühnen passt diese Form besonders gut: nah am Song, handwerklich präzis, ohne unnötigen Überbau.

Besetzung:
Hubert Dorigatti — Gesang, Gitarre
Christian Deimbacher — Mundharmonika, Tuba

www.mountainblues.it

«Thursday Blues»: Mojo Men feat. Henry Heggen

Amerikanische Blues-Stories mit rauer Stimme und Clubdruck

BLUES │ Die 2023 gegründete Formation verbindet Smokin’ Blues, R’n’B und Americana. Im Zentrum steht ein Frontmann aus Jacksonville, Florida: Sänger, Mundharmonikaspieler und «Mr. Natural of The Blues». Dazu kommen Orgel, Gitarren, Bass und Schlagzeug von Musikern mit Credits bei Roger Cicero, Udo Lindenberg, Inga Rumpf, Randy Brecker, Till Brönner, Sarah Connor, Joe Cocker und weiteren Namen der Blues-, Jazz- und Popszene.

«Was da am Sonntagabend auf die gut besetzte Skylobby niederprasselte, war kein Konzert. Das war ein musikalischer Überfall – charmant, mit Ansage, aber ohne jede Gnade und mit jedem einzelnen Ton.» (Neue Westfälische, Birgit Compin)
«Die Wahrheit: Es war ein Druckkessel aus Energie, Humor und absoluter Musikalität.» (Neue Westfälische, Birgit Compin)
«Doch das stärkste Rückgrat dieser Band sind ihre eigenen Songs.» (Neue Westfälische, Birgit Compin)

MOJO MEN feat. Henry Heggen ist eine Hamburger Bluesformation um Henry Heggen, Stefan Dahm und Lutz «Hammond» Krajenski. Die Band nennt Smokin’ Blues, R’n’B und Americana als Zutaten ihres MOJOs. Dazu kommen langjährige Verbundenheit, starke Songs, energetisches Teamplaying und der Wille, die Magie eines Konzertmoments mit dem Publikum zu teilen.

Die Formation wurde 2023 gegründet. Henry Heggen stammt aus Jacksonville, Florida, und wird in der offiziellen Bandinfo als «Mr. Natural of The Blues» und «Master of The Blues-Harp» geführt. Er ist Lead-Sänger, spielt Mundharmonika und bringt Songs sowie autobiografische Lyrics in die Band ein. In seinen Credits stehen Have Mercy, B Sharp, Crazy Hambones, Vince Weber, Gottfried Böttger, Axel Zwingenberger, Joja Wendt, Inga Rumpf, Abi Wallenstein und ein Support für Joe Cocker.

Lutz Krajenski prägt den Sound an der Hammond-Orgel. Die Bandinfo nennt ihn mit Credits bei Roger Cicero, Mousse T, Carla Bley, Till Brönner, Joja Wendt, Max Mutzke, Jan Delay, Udo Jürgens, Tom Jones, Roachford, Randy Crawford, Inga Rumpf und Ian Gillan. Stefan Dahm sitzt an Schlagzeug und Perkussion; seine Credits reichen von Roger Cicero, Bill Ramsey, Achim Reichel und Inga Rumpf bis zu Boogie House und Abi Wallenstein.

Zum aktuellen Umfeld gehören Arnd Geise am E-Bass und Kontrabass, Martin Scheffler an der Gitarre sowie Jay Scholz an Gitarre und Gesang. Die Programme bestehen aus eigenen Songs, Stories des Frontmanns und top-arrangierten Klassikern. Die Neue Westfälische beschrieb den Auftritt in der Gütersloher Skylobby am 15. Oktober 2025 als «Druckkessel aus Energie, Humor und absoluter Musikalität» und hob die eigenen Songs als stärkstes Rückgrat hervor.

Die Tourdaten zeigen eine Band im aktiven Livebetrieb: Für 2026 sind unter anderem Hannover-Anderten, Twist, Bad Segeberg, Frohburg, Hamburg, Goslar, Schwerin, Quickborn und die Blues- & Boogienight Harburg angekündigt; für Oktober 2026 nennt die Band zudem eine Tour durch Süddeutschland und die Schweiz.

Besetzung:
Henry Heggen — Lead-Gesang, Mundharmonika
Lutz «Hammond» Krajenski — Hammond-Orgel, Gesang
Stefan Dahm — Schlagzeug, Perkussion, Gesang
Arnd Geise — E-Bass, Kontrabass, Gesang
Martin Scheffler — Gitarre
Jürgen «Jay» Scholz — Gitarre, Gesang

www.mojomen.de

«Thursday Blues»: Chris Bergson & Ellis Hooks

New Yorker Blues, Southern Soul und Gospel mit rauer Stimme und präziser Gitarre

BLUES │ Ein Gitarrist, Sänger und Songwriter aus New York, 2015 als «Master Blues Artist» in die New York Blues Hall of Fame aufgenommen, trifft auf eine Soul-Blues-Stimme aus Alabama. Das gemeinsame Livealbum «Live in Normandy» zählte bei MOJO zu den besten Bluesalben 2019; «Comforts of Home» erhielt 2024 vier Sterne in MOJO und stand auf der Best-of-Liste von Soul Bag. Zu hören sind New Yorker Blues, Southern Soul, R&B und Gospel: rau, direkt und songorientiert.

«Livealben werden nicht besser als dieses.» (Glide Magazine)
«New Yorks Blues-Strassenpoet mit Soul.» (MOJO)
«Die Musik von Chris Bergson und Ellis Hooks ist echter Delta-Soul-Blues.» (Blues Magazine, NL)

Chris Bergson und Ellis Hooks arbeiten seit Jahren an einer gemeinsamen Sprache aus Blues, Soul, R&B und Gospel. Kennengelernt haben sie sich bereits 2004 in New York; seit 2013 schreiben und singen sie gemeinsam. In der jüngeren Geschichte der Zusammenarbeit sind zwei Linien wichtig: die Studiobeiträge auf Bergsons Alben und die Konzerte, bei denen Hooks nicht Gast bleibt, sondern als gleichwertige Stimme auftritt.

Bergson ist Gitarrist, Sänger, Songwriter und Dozent. Er spielte mit Norah Jones, Levon Helm, Hubert Sumlin und Bernard Purdie, unterrichtet Gitarre und Songwriting am Berklee College of Music und wurde 2015 als «Master Blues Artist» in die New York Blues Hall of Fame aufgenommen. Seine Band wurde von MOJO als «gut-busting, horn-bedecked NY blues» beschrieben; das Album «Fall Changes» wurde 2008 zum Bluesalbum des Jahres des Magazins gewählt.

Hooks bringt eine andere, ebenso prägende Geschichte mit. Geboren in Alabama, geprägt von Gospel, Southern Soul und R&B, sang er später mit Stax-Legenden wie Steve Cropper und Little Milton. Kritiken verweisen immer wieder auf Sam Cooke, Otis Redding und Wilson Pickett, ohne ihn darauf zu reduzieren: Entscheidend bleibt seine eigene Phrasierung, die rau und beweglich ist und den Songs eine direkte Bühnenpräsenz gibt.

Das gemeinsame Album «Live in Normandy» wurde 2018 beim Festival Nuit du Blues in Caen aufgenommen und 2019 veröffentlicht. Es dokumentiert die Zusammenarbeit vor grossem Publikum: eigene Songs wie «Knuckles & Bones», «The Only One», «Bitter Midnight» und «55 Miles from Bromley», dazu Stücke aus dem Repertoire von Sam Cooke, Little Milton, Otis Redding und der Tradition. Die Aufnahme brachte dem Duo weitere internationale Beachtung; MOJO führte sie unter den besten Bluesalben des Jahres.

Auch «Comforts of Home» hält die Verbindung aktuell. Das 2024 erschienene Album der Chris Bergson Band enthält Beiträge von Ellis Hooks; die Songs handeln von Familie, Wahlverwandtschaft, Verlust, Heimkehr und den Brüchen nach der Pandemie. Live bleibt die Musik körperlich: Gitarrenlinien, Satzgesang, Orgel, Bass und Schlagzeug bilden ein Repertoire, das Cluberfahrung und Festivalbühne zusammennimmt, ohne die Songs zu überladen.

Besetzung:
Chris Bergson — Gitarre, Gesang
Ellis Hooks — Gesang
Gabriele Bernardi — Tasteninstrumente
Pablo Leoni — Schlagzeug
Andrea Vismara — Bass


www.chrisbergson.com

Fola Dada

Jazz, Soul und Afrobeat aus Clubkultur, Hochschule und grosser Bühne

JAZZ • SOUL • R&B • BLUES | Die Preisträgerin des Deutschen Jazzpreises 2022 in der Kategorie «Vokal National» verbindet Jazz, Soul, Afrobeat, Blues, Reggae, Pop, House und elektronische Sounds zu einem eigenen Klang. Das aktuelle Album «Sisters & Brothers» erschien 2025 und führt die Arbeit mit elektroakustischem Jazz, R&B, Clubmusik und gesellschaftlichen Themen weiter. Neben der Bühne prägt die Arbeit mit Stimmen den künstlerischen Weg: als Professorin, Dozentin und Leiterin einer eigenen Gesangsschule.

«Sie möchte am liebsten einfach nur als Sängerin gesehen werden, nicht speziell als Jazz- oder als Soulstimme.» (Jazz thing)
«Doch Fola Dadas neues Album «Sisters & Brothers» nur einzig und allein auf Jazz zu reduzieren, täte dem Gesamtwerk Unrecht.» (kulturnews.de)
«Was man dort mit Sängerin Fola Dada und ihrem Ensemble erleben durfte, schlug eine Brücke von diesem intimen Raum zum grossen Konzerterlebnis.» (Main-Post, Brigitte Schmidt)

Fola Dada gehört zu den Stimmen der deutschen Jazz- und Soulszene, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen. Die offizielle Vita nennt Jazz, Afrobeat, Blues, Electronics und Soul, dazu Soul, House, Pop und Reggae, auf Deutsch oder Englisch. Auf der Moods-Seite zu David Helbock’s Random/Control wird sie als Künstlerin beschrieben, die verschiedene Genres im Gesang miteinander verbindet; 2022 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Gesang.

Der Weg dorthin beginnt nicht am Mikrofon, sondern mit Bewegung. Als Siebenjährige wurde sie vom Stepptanz gepackt; Fred Astaire und andere Vorbilder führten früh zum Jazz. Später kam das Musikstudium in Mannheim, danach die Arbeit als Vocalcoach bei einer grossen Castingshow, die eigene Gesangsschule Stimmwerk in Stuttgart und die Lehrtätigkeit an Musikhochschulen. Heute ist sie Professorin für Jazzgesang an der HfMDK Mannheim und unterrichtet auch in anderen Kontexten.

«Sisters & Brothers» markiert den aktuellen Stand dieser Arbeit. Das Album erschien am 7. Februar 2025 und umfasst elf Stücke. Der Pressetext beschreibt es als Musik zwischen elektroakustischem Jazz, Soul, R&B, Pop, Reggae und Club-Sounds. Thematisch geht es um Self Care und Selbsterkenntnis, um das Aufmerksamkeitsdefizit der Gegenwart, um Machtmissbrauch, Rassismus und Diskriminierung. Jazz thing hört darin Soul, Pop und Jazz; kulturnews beschreibt eine Musik, die sich nicht auf Jazz reduzieren lässt.

Live tritt Fola Dada in unterschiedlichen Besetzungen auf: mit eigener Band, mit Hattler, mit der SWR Big Band, mit David Helbock’s Random/Control oder in Projekten mit Joo Kraus und Martin Meixner. Die Bandbreite ist Teil der Biografie: Jazz und Afrobeat Nigerias, die Heimat ihres Vaters, stehen neben Blues- und Soul-Schallplatten der deutschen Mutter. Daraus entsteht keine Stilcollage, sondern eine Sängerinnenpraxis, in der Stimme, Haltung, Groove und Unterrichtserfahrung zusammenkommen.

Line-up
Fola Dada — Gesang
Ulf Kleiner — Fender Rhodes, Klavier, Tasteninstrumente, FX; Arrangement, Produktion
Joscha Glass — Bass
Tommy Baldu — Schlagzeug, Perkussion

www.foladada.com

«Thursday Blues»: Vanesa Harbek

Latin Blues zwischen Buenos Aires und Berlin: Gitarre, Stimme, Tango und Soul

LATIN BLUES │ Argentinischer Blues, Soul, Tango und Latin-Rock, gesungen auf Spanisch und Englisch: Die Musik verbindet die Prägung aus Buenos Aires mit der Berliner Gegenwart. Im Zentrum stehen eine kraftvolle Stimme, E-Gitarre und ein Repertoire aus eigenen Songs sowie neu arrangierten Klassikern. Seit 2017 in Berlin zuhause, tourt das Projekt durch europäische Clubs und Festivals; aktuelle Termine führen 2026 auch in die Schweiz. Die Presse greift wiederholt Begriffe wie «Latin Blues Queen», «Lady Slowhand» und «weiblicher Carlos Santana» auf.

«Schon nach dem ersten Hören fragt man sich nicht mehr, warum Vanesa Harbek auch als Latin Blues Queen bezeichnet wird» (Blues News Magazine)
«Aufregende musikalische Reise, die argentinische Musikerin Vanesa Harbek begeisterte das Publikum mit groovigem Blues-Rock, Latin Flair und Tango.» (Sabine Herder, Südwestpresse Ulm)
«Ihr exzellentes Gitarrenspiel, ihre unverwechselbare Stimme, ihre spanischen und englischen Texte, die direkt ins Herz treffen» (Musix Magazine)

Vanesa Harbek kommt aus Buenos Aires und lebt seit Juni 2017 in Berlin. Ihre musikalische Sprache verbindet Blues, Soul, Rhythm and Blues, Swing, Tango, Jazz, Rock’n’Roll und Latin. In der Besetzung als Trio oder Quartett führt sie diese Linien nicht als Stilzitat vor, sondern als Repertoire, das aus eigener Biografie und Bühnenerfahrung gewachsen ist: spanische und englische Texte, E-Gitarre, eine präsente Stimme und Songs, die zwischen Südamerika, Bluesclub und Rockbühne stehen.

Ausgebildet wurde sie an der Universidad Católica Argentina, mit Abschlüssen in Musik, Pädagogik und Komposition. Neben Gesang und Gitarre gehört auch die Trompete zu ihrem musikalischen Profil; ausserdem arbeitet sie als Komponistin und Malerin. Die offizielle Biografie nennt Auftritte an Jazz-, Blues- und Tangofestivals in Argentinien sowie in Mexiko, Ecuador, Deutschland, Polen, Italien, Spanien, der Schweiz, der Slowakei, Irland, Rumänien, Österreich, Litauen, den Niederlanden, Belgien, Island, Tschechien, Paraguay, Kolumbien, Brasilien und Chile. Auch Gitarrenworkshops in Argentinien, Chile, Mexiko, Ecuador und Polen sind Teil ihres Wegs.

In den Pressetexten tauchen wiederholt Vergleiche mit Carlos Santana und Eric Clapton auf. Interessanter als die Etiketten ist, wie diese Musik live funktioniert: Blues- und Rockstandards werden nicht bloss nachgespielt, sondern mit Latin-Rhythmik, Tango-Nähe und langen Gitarrenlinien in eine eigene Form gebracht. Dazu kommen eigene Stücke wie «Trying», «Hell in Paradise» oder «Te Extraño Buenos Aires», in denen Migration, Erinnerung und die Verbindung zwischen Berlin und Buenos Aires mitschwingen.

Die Alben «High Heels Tango» und «Visiones» werden in den offiziellen Materialien hervorgehoben; auf den Plattformen finden sich zudem «Lady On The Road» und die Single «Toda la Noche». Aktuell ist Vanesa Harbek mit Tourdaten in Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Österreich, der Slowakei und den Niederlanden angekündigt.

Besetzung:
Vanesa Harbek — Gesang, Gitarre
Manuel de Villiers — Bass
Igor Prjahin — Schlagzeug

www.vanesaharbek.com.ar

Maud Paquis Quintet

Vocal Jazz mit Möwenrufen, Hexenmythen und Chanson-Farben aus der Romandie

VOCAL JAZZ • POP JAZZ • SWING • BOSSA NOVA | Mit dem Publikumspreis des ZKB Jazzpreises 2024 im Rücken führt das Quintett sein erstes Album «Circé» auf die Bühne: elf originale Stücke, vollständig geschrieben, komponiert, arrangiert und produziert von der Pianistin, Sängerin und Komponistin. Erzählt wird in französischer Sprache – vom Ruf der Möwen, von Hexenjagd, griechischen Mythen und der Schöpfung des Universums; musikalisch zwischen Vocal Jazz, Pop Jazz, Swing, Bossa Nova und Chanson.

«Der ZKB Publikumspreis und damit ein Auftritt im Moods im kommenden Jahr erhielt das Maud Paquis Quintet.» (Blick)
«Die junge französisch-schweizerische Künstlerin überzeugt mit einem einzigartigen musikalischen Universum, einem frankophonen Jazz mit träumerischen Akzenten.» (Mazik)
«Die Sängerin verleiht der Pop-Szene der Romandie eine melancholische Note.» (24 heures)

Maud Paquis gründete das Quintett im September 2022, nachdem sich ihr musikalischer Weg stärker in Richtung Jazz verschoben hatte. Die heutige Besetzung verbindet Gesang und Piano mit Tenorsaxophon, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die vier Mitmusiker trafen während ihres Jazzstudiums an der EJMA Lausanne oder an der HKB Bern aufeinander.

Die offizielle Biografie setzt das Projekt in die Tradition des frankophonen Jazz und nennt Camille Bertault, Michel Legrand und Cécile McLorin Salvant als Bezugspunkte. Bereits das erste EP «Morphée» bewegte sich zwischen Jazz, Pop und französischer Chanson. Mit «Circé» ist daraus ein Album geworden, das diese Linie ausbaut und klarer bündelt.

Moods beschreibt das Programm als «Geschichten von Möwen, Hexen und der Erschaffung des Universums». Im Archiv zum ZKB Jazzpreis 2024 ist von mysteriösen Erzählungen in der Sprache Molières die Rede: vom Ruf der Möwen, einer Hexenjagd, griechischen Mythen und der Schöpfung des Universums – mal poppig, mal von Swing oder Bossa Nova inspiriert. Im Moods-Archiv vom April 2025 erscheint das Programm als Album-Release von «Circé» und als Rückkehr der Gewinnerin des Publikumspreises des ZKB Jazzpreis Festivals 2024.

«Circé» umfasst elf originale Titel. Geschrieben, komponiert, arrangiert und produziert wurde das Album vollständig von Maud Paquis. Die offiziellen Credits nennen Piano, Rhodes und Gesang, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug; Robert Soltermann ist zusätzlich mit einem Tenorsaxophon-Solo auf «Jardin Stellaire» aufgeführt und als Toningenieur beteiligt. Streichquartett, Flöte, Trompete und Altsaxophon erweitern die Aufnahme.

Der Publikumspreis des ZKB Jazzpreises 2024 ist die sichtbarste Auszeichnung dieses Projekts. Moods und Blick halten fest, dass damit ein erneuter Auftritt im Zürcher Jazzclub verbunden war. Daneben stehen Auftritte auf Schweizer Jazzbühnen wie Cully Jazz Festival, Montreux Jazz Festival, Festival da Jazz in St. Moritz und Langnau Jazz Nights sowie Stationen auf Pop-Bühnen wie Les Docks, Fri-Son, Balélec und La Première.

Line-up:
Maud Paquis – Piano, Rhodes, Gesang, Komposition
Robert Soltermann – Tenorsaxophon
Maurice Ruf – Gitarre
Lennart Schandl – E-Bass
Samuel Goupil – Schlagzeug

www.maudpaquis.com

«St. Galler Jazzspitzen»: Giacopuzzi’s November Choice

«St. Galler Jazzspitzen» – Carte Blanche für Reto Giacopuzzi; Konzert 4: Jazzstandards ohne Respekt vor deren vermeintlicher Unantastbarkeit.

JAZZ | Bekanntes Material dient als Ausgangspunkt für eigenwillige Neuinterpretationen zwischen Struktur und Risiko.
Das Ensemble spielt bewusst mit Hörgewohnheiten, lotet stilistische Grenzen aus und erlaubt sich Lust am Kontrollverlust – ohne den musikalischen Zusammenhang zu verlieren. Sechs Persönlichkeiten, ein gemeinsamer Puls: Diese Band bringt Jazz auf die Bühne – lebendig, mutig und mit echtem Spieltrieb. Hier wird nicht reproduziert, sondern im Moment gestaltet und entschieden.

Reto Giacopuzzi: Schlagzeug
Claude Diallo — Piano
Mirjam Sutter — Gesang
Brigitte Meier — Gesang
Ralph Hufenus — Kontrabass
Erich Tiefenthaler — Flöten

Die Reihe «St. Galler Jazzspitzen – Carte Blanche für…» wird unterstützt durch die

Jist

Soul, Groove und Improvisation: Jazz mit Spielfreude und urbaner Energie

JAZZ • FUNK • SOUL | Ausgangspunkt der stark grooveorientierten Musik sind klar strukturierte Themen, die im Zusammenspiel der Band weiterentwickelt und improvisatorisch variiert werden. Der Fokus liegt auf gemeinsamem Timing, transparenten Arrangements und einem direkten, rhythmisch geprägten Zugang. Konzerte unterscheiden sich bewusst voneinander, da Improvisation und Interaktion eine zentrale Rolle spielen.

 

JIST ist ein Ensemble aus der Rorschacher Gegend, das sich der Vielfalt des modernen Jazz verschrieben hat, ohne sich selbst Grenzen zu setzen. Der Name der Band – ursprünglich „Jazz Im STall“ – weist auf die Ursprünge des Kollektivs hin: ein Probelokal in einem ehemaligen Stall, wo Ideen, Grooves und improvisatorische Konzepte gemeinsam wachsen konnten. Musikalisch bewegt sich JIST an der Schnittstelle von Jazz, Soul, Funk und Groove – stets mit viel Platz für Improvisation und spontane Interaktion. Die Band nähert sich bestehenden Stücken mit einer frischen Perspektive, sucht neue Wege im Umgang mit Form und Rhythmik und verfremdet Bekanntes, ohne es zu verlieren. Dabei bleibt die Musik zugänglich und unmittelbar spürbar: tanzbar, rhythmisch klar und emotional präsent.

Herzstück der Musik ist der zwischenmenschliche Dialog: Themen entstehen im Zusammenspiel, werden gemeinsam entwickelt und im Moment wieder aufgegriffen oder gebrochen. Jeder Auftritt verspricht so ein einzigartiges Erlebnis zu werden. Die Freude am gemeinsamen Musizieren steht im Vordergrund und überträgt sich spürbar auf das Publikum. Live zeigt die Band eine stilsichere Balance zwischen Groove und Offenheit, zwischen gestochen scharfen Arrangements und freien Passagen. Mal steht der Soul im Vordergrund, mal funkige Rhythmen, mal jazzige Improvisationen. Die Stimme ist nicht nur ein klangliches Element – sie fungiert als melodischer Impulsgeber, der den erzählerischen Charakter der Musik unterstreicht.

In Konzerten und Projekten sucht JIST stets den Austausch mit dem Publikum und mit anderen Musiker:innen, was sich in der heterogenen Stilistik widerspiegelt. Dadurch bleibt die Musik lebendig, überraschend und voller Energie – ein grosser Bewegungsraum, in dem sich Klang, Groove und Gefühl treffen.

 

Line-up:
Angela Federer – Gesang
Gregor Lehner – Keyboards
Walter Bänziger – Saxophon
Jürg Oehler – Schlagzeug
Andy Ziltener – Bass

www.jist.ch

«St. Galler Jazzspitzen»: Blue Exercise

«St. Galler Jazzspitzen» – Carte Blanche für Reto Giacopuzzi; Konzert 2: Klangforschung im zeitgenössischen Jazz

JAZZ | Seit über 30 Jahren steht Blue Exercise für lebendige, kreative Jazzmusik – kompromisslos eigen, stilistisch frei und voller Neugier. Was als klassisches Trio begann, entwickelte sich zu einer klanglichen Entdeckungsreise: Energiegeladene Grooves, atmende Soundflächen und ein Saxofon, das mal glasklar singt, mal expressiv aufbegehrt. Komposition und Improvisation fliessen nahtlos ineinander – ein Sound, der sich jeder Schublade entzieht und doch unverkennbar bleibt. Seit 2025 bringt der St. Galler Bassist Roland Hofer frischen Wind und neue Impulse und wird festes Mitglied des Trios. Blue Exercise steht für klangliche Neugier, für musikalische Freiheit jenseits aller Genres – und für eine musikalische Verbindung, die über Jahrzehnte gewachsen ist.

Klaus Knöpfle – Saxes
Reto Giacopuzzi – Drums
Roland Hofer – E Bass
Stefan Raske – Piano

Die Reihe «St. Galler Jazzspitzen – Carte Blanche für…» wird unterstützt durch die

«Thursday Blues»: Nina Attal (Duo)

Verwurzelte Gitarrenleidenschaft zwischen Blues, Folk und 70er-Rockkraft

THURSDAY BLUES • AMERICANA • ROOTS │ Hier entsteht ein Klang, der aus Erfahrung spricht: direkt, erdig und mit erzählerischer Tiefe. Die Songs bewegen sich zwischen Blues, Americana und zeitgenössischer Roots-Musik, getragen von einer rauen Stimme und einem musikalischen Ausdruck, der ungeschönt und ehrlich bleibt. Was zählt, ist Präsenz im Moment – ein Zusammenspiel, das die Intensität der grossen amerikanischen Bluestradition in die Gegenwart führt.

Eine Musikerin, die das Publikum mit unbändiger Energie, organischem Spiel und emotionalem Ausdruck in den Bann zieht: Zwischen rauer Ehrlichkeit und melodischer Feinheit entstehen Klangwelten, die sich über Genregrenzen erheben. Auf der Bühne entfaltet sich ein intensiver Dialog zwischen Stimme und Gitarre, getragen von tiefem Groove und lebendiger Spontaneität. Dabei entsteht ein Sound, der unmittelbar, nah und brennend präsent wirkt.

Besetzung:
Nina Attal – Gesang & Gitarre
Marvin Trummer – Keyboards

«Eine Gitarristin mit leuchtender Präsenz und bemerkenswerter Reife.» (Le Monde)
«Verbindet Funk, Soul und Rock mit natürlicher Eleganz.» (Jazz News)
«Explosiv auf der Bühne, subtil im Studio: ein seltener Funke.» (Rolling Stone France)

Die französische Sängerin und Gitarristin hat sich seit ihrem frühen Durchbruch als eigenständige Stimme zwischen Blues, Soul und modernem Songwriting etabliert. Bereits als Teenager gewann sie einen bedeutenden Blues-Wettbewerb in Frankreich und fand sich daraufhin rasch auf renommierten Bühnen wieder. Was sie auszeichnet, ist ein unverwechselbarer Ausdruck, der gleichermaßen kraftvoll wie sensibel ist – und ein Gitarrenspiel, das nicht auf Virtuosität abzielt, sondern auf Kommunikation.

Mit über 1000 Konzerten, darunter zahlreiche Auftritte an namhaften Festivals in der Schweiz, hat sie ihre Live-Präsenz verfeinert. Die Bühne ist ihr natürliches Habitat: hier wird jeder Song zu einem Dialog mit dem Moment, getragen von improvisatorischer Offenheit, mutigen Dynamikwechseln und einem direkten Draht zum Publikum.

Auf ihrem kommenden fünften Album legt sie den Fokus stärker denn je auf ihr Instrument. Die neuen Stücke greifen Einflüsse aus dem Blues der 70er Jahre, introspektivem Folk und groovender Rockattitüde auf. Dabei geht es weniger um Rückschau als um Weiterentwicklung: Die Musikerin sucht stets nach neuen Wegen, Emotionen hörbar zu machen.

Seit mehreren Jahren lebt sie in Zürich und arbeitet eng mit Musikerinnen und Musikern aus der hiesigen Szene zusammen. Diese Verankerung verleiht ihrer aktuellen Arbeit eine zusätzliche lokale Tiefe – ein Austausch zwischen künstlerischer Herkunft und neuer Heimat. Parallel dazu gestaltet sie Tribute-Projekte wie ein Jimi-Hendrix-Programm mit rein weiblicher Besetzung und ein Prince-Tribute am Theater Rigiblick, in denen sie musikalische Inspirationen mit frischer Perspektive interpretiert.

Mit klarer Ausrichtung, künstlerischer Unabhängigkeit und einer offenen Haltung gegenüber der musikalischen Gegenwart geht diese nächste Phase ihres Schaffens mit Entschlossenheit und Strahlkraft einher.

https://www.ninaattal.com