Bistro St.Gallen im Einstein Archive - gambrinus jazz plus

Bistro St.Gallen im Einstein

Jist

Soul, Groove und Improvisation: Jazz mit Spielfreude und urbaner Energie

JAZZ • FUNK • SOUL | Ausgangspunkt der stark grooveorientierten Musik sind klar strukturierte Themen, die im Zusammenspiel der Band weiterentwickelt und improvisatorisch variiert werden. Der Fokus liegt auf gemeinsamem Timing, transparenten Arrangements und einem direkten, rhythmisch geprägten Zugang. Konzerte unterscheiden sich bewusst voneinander, da Improvisation und Interaktion eine zentrale Rolle spielen.

 

JIST ist ein Ensemble aus der Rorschacher Gegend, das sich der Vielfalt des modernen Jazz verschrieben hat, ohne sich selbst Grenzen zu setzen. Der Name der Band – ursprünglich „Jazz Im STall“ – weist auf die Ursprünge des Kollektivs hin: ein Probelokal in einem ehemaligen Stall, wo Ideen, Grooves und improvisatorische Konzepte gemeinsam wachsen konnten. Musikalisch bewegt sich JIST an der Schnittstelle von Jazz, Soul, Funk und Groove – stets mit viel Platz für Improvisation und spontane Interaktion. Die Band nähert sich bestehenden Stücken mit einer frischen Perspektive, sucht neue Wege im Umgang mit Form und Rhythmik und verfremdet Bekanntes, ohne es zu verlieren. Dabei bleibt die Musik zugänglich und unmittelbar spürbar: tanzbar, rhythmisch klar und emotional präsent.

Herzstück der Musik ist der zwischenmenschliche Dialog: Themen entstehen im Zusammenspiel, werden gemeinsam entwickelt und im Moment wieder aufgegriffen oder gebrochen. Jeder Auftritt verspricht so ein einzigartiges Erlebnis zu werden. Die Freude am gemeinsamen Musizieren steht im Vordergrund und überträgt sich spürbar auf das Publikum. Live zeigt die Band eine stilsichere Balance zwischen Groove und Offenheit, zwischen gestochen scharfen Arrangements und freien Passagen. Mal steht der Soul im Vordergrund, mal funkige Rhythmen, mal jazzige Improvisationen. Die Stimme ist nicht nur ein klangliches Element – sie fungiert als melodischer Impulsgeber, der den erzählerischen Charakter der Musik unterstreicht.

In Konzerten und Projekten sucht JIST stets den Austausch mit dem Publikum und mit anderen Musiker:innen, was sich in der heterogenen Stilistik widerspiegelt. Dadurch bleibt die Musik lebendig, überraschend und voller Energie – ein grosser Bewegungsraum, in dem sich Klang, Groove und Gefühl treffen.

 

Line-up:
Angela Federer – Gesang
Gregor Lehner – Keyboards
Walter Bänziger – Saxophon
Jürg Oehler – Schlagzeug
Andy Ziltener – Bass

www.jist.ch

«St. Galler Jazzspitzen»: Blue Exercise

«St. Galler Jazzspitzen» – Carte Blanche für Reto Giacopuzzi; Konzert 2: Klangforschung im zeitgenössischen Jazz

JAZZ | Seit über 30 Jahren steht Blue Exercise für lebendige, kreative Jazzmusik – kompromisslos eigen, stilistisch frei und voller Neugier. Was als klassisches Trio begann, entwickelte sich zu einer klanglichen Entdeckungsreise: Energiegeladene Grooves, atmende Soundflächen und ein Saxofon, das mal glasklar singt, mal expressiv aufbegehrt. Komposition und Improvisation fliessen nahtlos ineinander – ein Sound, der sich jeder Schublade entzieht und doch unverkennbar bleibt. Seit 2025 bringt der St. Galler Bassist Roland Hofer frischen Wind und neue Impulse und wird festes Mitglied des Trios. Blue Exercise steht für klangliche Neugier, für musikalische Freiheit jenseits aller Genres – und für eine musikalische Verbindung, die über Jahrzehnte gewachsen ist.

Klaus Knöpfle – Saxes
Reto Giacopuzzi – Drums
Roland Hofer – E Bass

Die Reihe «St. Galler Jazzspitzen – Carte Blanche für…» wird unterstützt durch die

«Thursday Blues»: Nina Attal (Duo)

Verwurzelte Gitarrenleidenschaft zwischen Blues, Folk und 70er-Rockkraft

THURSDAY BLUES • AMERICANA • ROOTS │ Hier entsteht ein Klang, der aus Erfahrung spricht: direkt, erdig und mit erzählerischer Tiefe. Die Songs bewegen sich zwischen Blues, Americana und zeitgenössischer Roots-Musik, getragen von einer rauen Stimme und einem musikalischen Ausdruck, der ungeschönt und ehrlich bleibt. Was zählt, ist Präsenz im Moment – ein Zusammenspiel, das die Intensität der grossen amerikanischen Bluestradition in die Gegenwart führt.

Eine Musikerin, die das Publikum mit unbändiger Energie, organischem Spiel und emotionalem Ausdruck in den Bann zieht: Zwischen rauer Ehrlichkeit und melodischer Feinheit entstehen Klangwelten, die sich über Genregrenzen erheben. Auf der Bühne entfaltet sich ein intensiver Dialog zwischen Stimme und Gitarre, getragen von tiefem Groove und lebendiger Spontaneität. Dabei entsteht ein Sound, der unmittelbar, nah und brennend präsent wirkt.

«Eine Gitarristin mit leuchtender Präsenz und bemerkenswerter Reife.» (Le Monde)
«Verbindet Funk, Soul und Rock mit natürlicher Eleganz.» (Jazz News)
«Explosiv auf der Bühne, subtil im Studio: ein seltener Funke.» (Rolling Stone France)

Die französische Sängerin und Gitarristin hat sich seit ihrem frühen Durchbruch als eigenständige Stimme zwischen Blues, Soul und modernem Songwriting etabliert. Bereits als Teenager gewann sie einen bedeutenden Blues-Wettbewerb in Frankreich und fand sich daraufhin rasch auf renommierten Bühnen wieder. Was sie auszeichnet, ist ein unverwechselbarer Ausdruck, der gleichermaßen kraftvoll wie sensibel ist – und ein Gitarrenspiel, das nicht auf Virtuosität abzielt, sondern auf Kommunikation.

Mit über 1000 Konzerten, darunter zahlreiche Auftritte an namhaften Festivals in der Schweiz, hat sie ihre Live-Präsenz verfeinert. Die Bühne ist ihr natürliches Habitat: hier wird jeder Song zu einem Dialog mit dem Moment, getragen von improvisatorischer Offenheit, mutigen Dynamikwechseln und einem direkten Draht zum Publikum.

Auf ihrem kommenden fünften Album legt sie den Fokus stärker denn je auf ihr Instrument. Die neuen Stücke greifen Einflüsse aus dem Blues der 70er Jahre, introspektivem Folk und groovender Rockattitüde auf. Dabei geht es weniger um Rückschau als um Weiterentwicklung: Die Musikerin sucht stets nach neuen Wegen, Emotionen hörbar zu machen.

Seit mehreren Jahren lebt sie in Zürich und arbeitet eng mit Musikerinnen und Musikern aus der hiesigen Szene zusammen. Diese Verankerung verleiht ihrer aktuellen Arbeit eine zusätzliche lokale Tiefe – ein Austausch zwischen künstlerischer Herkunft und neuer Heimat. Parallel dazu gestaltet sie Tribute-Projekte wie ein Jimi-Hendrix-Programm mit rein weiblicher Besetzung und ein Prince-Tribute am Theater Rigiblick, in denen sie musikalische Inspirationen mit frischer Perspektive interpretiert.

Mit klarer Ausrichtung, künstlerischer Unabhängigkeit und einer offenen Haltung gegenüber der musikalischen Gegenwart geht diese nächste Phase ihres Schaffens mit Entschlossenheit und Strahlkraft einher.

https://www.ninaattal.com

The Clients

Schweizer Funk-Kollektiv mit unwiderstehlichem Live-Groove

FUNK • FUSION | Eine Band, fünf Musiker – und eine Mission: Groove, der unmittelbar wirkt. The Clients stehen seit Jahren für funkige Tightness, Spielfreude und eine Bühnenenergie, die das Publikum in Bewegung bringt. Keine Retro-Show, keine Nostalgie – Funk im Hier und Jetzt, getragen von musikalischer Reife und echtem Zusammenspiel.

«Funk wurde lange nicht mehr so gespielt wie er uns von den Clients präsentiert wird: kreativ, mit jazzigen Einflüssen und vor allem «straight from the art».» (Jazz’n’More, 2006)
«Hypnotisierende Rhythmus-Loops, freche Vocal-Parts und mitreissende Soli – ein Live-Erlebnis.» (Kulturzentrum Mokka, Thun)
«THE CLIENTS – Synonym für heissen Groove.» (MX3)

The Clients sind ein Funk-Kollektiv aus der Schweiz, das seit vielen Jahren seinen ganz eigenen Bandsound pflegt und weiterentwickelt. Ihr Markenzeichen ist ein Groove, der sich aus präzisem Zusammenspiel, klanglicher Wärme und einem starken Gespür für Dynamik speist. Keine Showeffekte, kein kalkulierter Glanz – die Musik entsteht aus Präsenz und Erfahrung.

Der Sound von The Clients wird oft als «C-Groove» bezeichnet – eine Form von Funk, die klassische Groove-Traditionen der 70er-Jahre mit jazziger Improvisation und zeitgenössischer Spielhaltung verbindet. Die Stücke bauen auf markanten Bass-Linien, elastischem Schlagzeugspiel, spannungsvollen Akkordflächen und melodischen Saxophon- und Gitarrenlinien auf. In den Soli öffnet sich Raum für individuelle Handschrift, ohne dass der Bandgroove je verloren geht.

Besonders live entfaltet die Band ihre Wirkung: Die Musik bleibt in Bewegung, atmet, wechselt zwischen Druck und Leichtigkeit, steigert sich und findet wieder in Ruhe zurück. Dabei entsteht eine Nähe zum Publikum, die nicht auf Animation, sondern auf geteiltem Puls beruht. Wer Funk nicht nur hören, sondern erleben will, findet bei The Clients genau das – Musik, die sich im gemeinsamen Moment entfaltet.

The Clients spielen nicht für Nostalgiker:innen, sondern für Menschen, die Klang und Rhythmus in ihrer körperlichen Dimension erfahren möchten. Der Groove steht im Zentrum – und er sitzt.

Line-up
Dave Feusi – Saxophon, Vocals
Marco Figini – Gitarre
Marcel Waldburger – Keyboards
Res Aeberhard – Bass
Christian Niederer – Schlagzeug

https://www.theclients.ch/

Los Capitanes del Son

Karibischer Puls trifft Schweizer Präzision: Tanzbar und voller Lebensfreude

GLOBAL SOUNDS • LATIN • JAZZ | Ein Profi-Sextett aus dem Raum Basel versetzt das Publikum in einen Rausch aus feurigen, pulsierenden Rhythmen: Son, Guaracha, Rumba, Salsa, Cha Cha Cha, Bolero – Vamos a la fiesta!

Los Capitanes del Son verstehen sich als musikalische Botschafter der kubanischen Lebensfreude – mit Sitz im Raum Basel und einem klaren Fokus auf authentische Rhythmen und starke Bühnenperformance. Ihr Repertoire umfasst Son, Guaracha, Rumba, Salsa, Cha Cha Cha, Bolero und World-Einflüsse; so wird jeder Anlass zur karibischen Festivität.

Die Band besticht durch ihre Energie und ihr Engagement: Als erfahrenes Sextett bieten sie nicht nur Tanzmusik, sondern eine verbindende Erfahrung – geeignet für Hochzeiten, Firmenanlässe oder private Feste. Auf der Bühne agieren sie mit Präzision und gleichzeitig mit dem freien Atem lateinamerikanischer Musiktradition. Schon in den ersten Takten entsteht eine Atmosphäre von «Vamos a la fiesta». Es SIND nicht die Show-Effekte, sondern das Zusammenspiel, die Leidenschaft und die Verbindung zum Publikum, die hier zählen.

Line-up:
Michel Valdés (Cuba) – Gesang, Handperkussion, Maracas, Guijro
Leonardo Salazar (Cuba) – Conga, Coro
Sebastian Nickol (D) – Bongo, Campana, Coro
Jörg Hurter (CH) – Tres Cubano
Fabio Peláez (Ecuador) – Bass
Nourreddinne Wenger (Mar/CH) – Posaune, Coro

www.loscapitanesdelson.com

«Thursday Blues»: Neal Black & The Healers

Texanischer Blues-Rock mit authentischer Roots-Power erobert Europa

THURSDAY BLUES • BLUES │ Seit über drei Jahrzehnten begeistert eine energiegeladene Formation um einen stilprägenden US-Gitarristen und Sänger Blues-, Rock- und Roots-Fans weltweit mit einer intensiven Mischung aus elektrisierenden Riffs, rauen Vocals und tief verwurzelter musikalischer Tradition. Mit mehrfach ausgezeichneten Alben, Top-Platzierungen in europäischen Radioplayer-Charts und tausenden Konzerten auf internationalen Bühnen zieht diese Band ihr Publikum in den Bann.

Neal Black stammt aus Texas – jener Landschaft, in der Blues, Folk und Singer-Songwriter-Tradition seit Generationen aufeinandertreffen. Seine Musik trägt die Handschrift dieser Herkunft: ein Klang, der erdig, unprätentiös und voller erzählerischer Spannung ist. Seit den 1990er-Jahren ist er auf internationalen Bühnen präsent und gilt als fester Bestandteil der europäischen Blues-Szene. Seine Songs bewegen sich an den Schnittstellen von Blues, Americana und Southern Roots Music und verbinden persönliche Geschichten mit markanter musikalischer Form.

Mit The Healers spielt Neal Black in einer Bandbesetzung, die sowohl Energie wie auch feine Nuancen entfaltet. Die Gitarrenlinien sind rau und prägnant, die Rhythmusgruppe agiert mit organischem Puls und der Gesang steht im Zentrum: eine Stimme, die von Erlebtem erzählt, ohne Pathos, aber mit Tiefe. Die Band arbeitet mit klanglicher Offenheit – es geht weniger um Virtuosität als um Haltung, Atmosphäre und ein gemeinsam getragenes musikalisches Narrativ.

In ihren Live-Konzerten entsteht eine dichte, aufmerksame und zugleich unmittelbare Stimmung. Hier zeigt sich eine Form von Blues, die nicht rückwärtsgewandt ist, sondern weiterführt: Musik als Begegnung, als Aussage, als Raum, der zeitlos wirkt. Neal Black & The Healers haben sich damit eine feste Position im europäischen Blueskosmos erarbeitet und sind auf Festivals und Clubbühnen in ganz Europa präsent.

Neal Black – Gitarre / Gesang
Mike Lattrell – Piano
Abder Abdel Benachour – Bass
Denis Dennis Palatin – Schlagzeug

nealblack.net

«Thursday Blues»: Dan Mudd feat. bearbeat

Blues und Roots-Songs zwischen roher Stimme, Live-Groove und atmender Intimität

THURSDAY BLUES • BLUES │ Hier entsteht Musik, die nah an der Stimme und am unmittelbaren Ausdruck gebaut ist. Erdige Klangfarben, organisches Timing und eine reduzierte Instrumentierung lassen Raum für Textur, Atem und Nuance. Die Songs wirken wie Gespräche – direkt, unverstellt und getragen von einem Groove, der nicht drängt, sondern führt. Eine Begegnung von Tradition und Gegenwart, die sich ganz im Moment entfaltet.

Dan Mudd feat. bearbeat ist ein Duo-Projekt, das auf der Begegnung zwischen Stimme, Gitarre und zeitgenössischer Percussion aufbaut. Die musikalische Grundlage liegt im Blues und in akustischer Rootsmusik, doch der Klang ist klar in der Gegenwart verankert. Entscheidend ist nicht die stilistische Referenz, sondern die Haltung: Musik als Erzählung, als Kontaktmoment, als geteilte Atmosphäre.

Im Zentrum steht eine Stimme, die rau und zugleich warm ist, eindringlich und unprätentiös. Sie trägt Erlebtes, ohne es auszustellen. Die Gitarre arbeitet mit offenen Räumen, repetitiven Figuren und akzentuierten Nuancen, die sich um den Gesang legen statt ihn zu begleiten. Dazu setzt bearbeat ein hybrides Schlagwerk aus akustischen Drums und fein gesetzter Elektronik ein – kein überladener Groove, sondern eine pulsierende Basis, die Spannung hält und Leerräume bewusst zulässt.

Diese Konstellation schafft ein Klangbild, das sowohl intim wie auch kraftvoll wirken kann. Die Songs bewegen sich zwischen erzählerischen Balladen, erdigen Blueslinien und atmosphärischen Instrumentalteilen. Im Live-Kontext entsteht daraus eine Nähe zum Publikum, die nicht aus Lautstärke oder Tempo entsteht, sondern aus Präsenz, Blickkontakt und der hörbaren Offenheit des Moments.

Dan Mudd feat. bearbeat sind in Schweizer Clubs, Kleintheatern und Festivals präsent und haben sich dort einen Ruf für dichte, konzentrierte Live-Auftritte erarbeitet, die durch Reduktion gewinnen: weniger Elemente, mehr Ausdruck.

Line-up
Dan Mudd – Gesang, Gitarre
bearbeat – Schlagzeug / Hybrid-Drums / Live-Beats

Dan Mudd
Sänger und Gitarrist mit Wurzeln im Blues, Folk und Soul. Markant durch erdigen Gesang, narrative Präsenz und feines Gespür für reduzierte Formen.

bearbeat
Drummer und Klanggestalter mit Schwerpunkt auf hybriden Grooves zwischen akustischer Direktheit und subtiler Elektronik. Fokus auf Puls, Raum und Dynamik.

bearbeat.ch

«Thursday Blues»: Freddie & The Cannonballs

Groovender Rhythm’n’Blues zwischen traditioneller Klangkultur und zeitgenössischer Präsenz

THURSDAY BLUES • BLUESROCK │ Musik voller Wärme, Klarheit und Ensemblegeist: Hier verbindet sich die Tradition des Blues mit einem zeitgenössischen Ausdruck, getragen von Erfahrung und musikalischer Feinheit. Erdige Grooves, klare Linien und eine unmittelbare Bühnenpräsenz prägen das Klangbild. Als Gewinner des Swiss Blues Award 2025 steht die Formation für einen eigenständigen, reifen Sound, der im Moment lebt und mit dem Publikum in Austausch tritt.

Freddie & The Cannonballs bewegen sich im musikalischen Erbe des Rhythm’n’Blues der 1940er- und 1950er-Jahre, als Swing, Blues und frühe Soul-Elemente ineinandergriffen. Doch die Band betrachtet diese Tradition nicht als Rückblick, sondern als Ausgangspunkt für einen eigenständigen, charaktervollen Klang. Das Zusammenspiel ist von hörbarer Erfahrung geprägt: Die Rhythmusgruppe trägt mit federnder, natürlicher Präsenz, während Saxophon- und Gitarrenlinien Spannungsbögen zeichnen, die mal rau, mal fein, aber stets aus dem Moment heraus gestaltet sind.

Im Zentrum steht ein musikalisches Verständnis, das auf Zuhören, Reagieren und gemeinsamer Gestaltung basiert. Es ist ein Ensemble, das nicht nur den Stil beherrscht, sondern die Haltung dahinter versteht: Rhythm’n’Blues als Musik des Austauschs, des Augenkontakts und der situativen Energie. Die Konzerte leben von diesen feinen Bewegungen zwischen Zurückhaltung und eruptiver Kraft, zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, zwischen Bodenhaftung und improvisatorischem Wagnis.

Ob eigene Kompositionen oder Reinterpretationen historischer Stücke: Die Band bringt jede Form mit Respekt und Offenheit zum Klingen. So wird die Vergangenheit nicht reproduziert, sondern weitergeschrieben — in einem lebendigen, atmenden Klang, der direkt ins Jetzt führt.

Federico «Cannonball» Albertoni – Gesang, Bass
Mad Mantello – Gitarre
Donato Cereghetti – Piano, Keyboards
Roberto Panzeri – Schlagzeug
Nigel Casey – Saxophon
Olmo Antezana – Saxophon

freddieandthecannonballs.com

«Thursday Blues»: Todd Sharpville

Die tiefe Kunst des Blues zwischen Verwundbarkeit, Widerstand und kathartischer Kraft

THURSDAY BLUES • BLUESROCK │ Authentischer Blues, der weit über Stilfragen hinausreicht: Hier verwandeln sich Erfahrungen von Verlust, Heilung und Neubeginn in Musik, die unmittelbar berührt. Die Songs sind geprägt von roher Ehrlichkeit, fein ausbalanciert zwischen Melancholie und hoffnungsvoller Wärme. Wer sich darauf einlässt, erlebt keine Pose, sondern ein klingendes Lebenszeugnis.

«Seine Gitarrenarbeit ist von eleganter Zurückhaltung geprägt, doch jedes Solo trägt Gewicht.» (Blues Matters Magazine)
«Ein bemerkenswert ehrliches Album, das persönliche Kämpfe ohne Pathos, aber mit grosser Wärme erzählt.» (Classic Rock Magazine)
«Einer der charaktervollsten Blues-Sänger Grossbritanniens, dessen Stimme Erfahrungen trägt.» (MOJO Magazine)

Der britische Gitarrist und Sänger Todd Sharpville gilt seit den frühen 1990er-Jahren als eine markante Stimme des zeitgenössischen Blues. Sein Spiel wurzelt tief in der Tradition von Texas- und Chicago-Blues, doch sein künstlerischer Ausdruck zeichnet sich vor allem durch eine ungewöhnliche emotionale Offenheit aus. Sharpville versteht den Blues nicht als reines Genre, sondern als Erzählform: Jede Phrase dient dazu, Erlebtes zu verwandeln und hörbar zu machen.

Sein Album «Medication Time» (2022) markiert eine besonders persönliche Phase seines Schaffens. Darin verarbeitet er Zeiten psychischer Erschütterung, Verlust und Neuorientierung – ohne Pathos und ohne Selbstmitleid, sondern mit ehrlicher Sprache und melodischer Klarheit. Der Klang seiner Gitarre ist warm und direkt, sein Gesang getragen von Intimität und tiefem Atem. Auffällig ist die Balance aus melancholischen Balladen und energiegeladenen, erdigen Bluesstücken, die stets in etwas Ermutigendes zurückführen.

In seinen Live-Konzerten schafft Sharpville eine Atmosphäre, die gleichzeitig verletzlich und kraftvoll ist. Er begegnet dem Publikum mit Nähe, erzählt von Hintergründen seiner Songs und macht damit spürbar, dass Blues im Kern ein Raum für geteilte Erfahrung ist. Wer seinen Auftritten lauscht, hört nicht nur Musik – man erlebt einen Menschen, der sich im Klang wieder zusammensetzt.

Todd Sharpville – Gitarre & Gesang
Matt Round – Bass
Steve Rushton – Schlagzeug
Joe Mac – Piano & Hammond

toddsharpville.com

Töbi Tobler, Patrick Sommer & Reto Suhner

Musikalische Wärme und Zuversicht in klangvoller Leichtigkeit

WORLD • JAZZ │ Mit ihrer neuen Zusammenarbeit erschaffen Töbi Tobler, Patrick Sommer und Reto Suhner ein Klanguniversum voller Wärme, Heiterkeit und Hoffnung. Ihre Musik verbindet tiefe Verwurzelung mit spielerischer Offenheit und lädt dazu ein, das Leichte im Schweren zu entdecken – ein tröstender und zugleich inspirierender Klangraum für schwierige Zeiten.

«Diese Musik umarmt das Leben in all seinen Facetten – einfach, ehrlich, berührend.» (Captns)
«Ein Stück Leichtigkeit, das den Alltag für einen Moment vergessen lässt.» (Magalie Tobler)
«Wärme, Zuversicht und Staunen in jedem Ton.» (CD-Booklet)

Töbi Tobler, der mit seinem Hackbrett seit Jahrzehnten Grenzen zwischen Volksmusik, Jazz und Neuer Musik überwindet, hat mit dem vielseitigen Bassisten und Produzenten Patrick Sommer sowie dem Klangmagier Reto Suhner ein Trio geschaffen, das sich der Einfachheit verschreibt – ohne simpel zu werden.

Die CD «Einfache Stücke in schwierigen Zeiten» entstand aus dem Wunsch, Musik zu machen, die trägt, tröstet und Freude schenkt. Lüpfige Rhythmen treffen auf feine Melodien, fremde Tonfarben verweben sich mit heimischen Klängen, Improvisation trifft auf sorgfältige Komposition.

Was zunächst schlicht wirkt, entfaltet bei genauerem Hinhören eine enorme Tiefe: Der warme Klang des Hackbretts verbindet sich mit Sommers Guembri und Basslinien, während Suhners reiche Instrumentenpalette – von der Ney über die Klarinette bis zur exotischen Reed Trumpet – neue Horizonte öffnet.

So entsteht eine Musik, die in keine Schublade passt, aber viele Herzen erreicht. Sie atmet Gelassenheit, Neugier und Menschlichkeit – und lädt dazu ein, innezuhalten, zu lauschen und zu lächeln.

Töbi Tobler – Hackbrett
Patrick Sommer – Guembri, Kontrabass, E-Bass, Tuba, Arrangement & Produktion
Reto Suhner – Zurna, Ney, Bansuri, Xiao, Kaval, Duduk, Theremin, Klarinetten, Saxophone, Querflöten & Reed Trumpet

Töbi Tobler ist einer der bekanntesten Schweizer Hackbrettspieler und Pioniere in der Verbindung von Volksmusik und Jazz. Seine Kompositionen zeichnen sich durch Spielfreude und emotionale Tiefe aus.

Patrick Sommer ist als Bassist, Produzent und Arrangeur in zahlreichen Projekten aktiv. Seine Musik bewegt sich zwischen Jazz, Weltmusik und experimenteller Klangkunst.

Reto Suhner zählt zu den vielseitigsten Holzbläsern der Schweiz. Mit seiner Vorliebe für aussergewöhnliche Instrumente und Klangfarben prägt er den unverwechselbaren Charakter dieses Trios.

www.toebitobler.ch