Kulturfabrik INDUSTRIE36 Archive - gambrinus jazz plus

Kulturfabrik INDUSTRIE36

Connor Selby; Support Act: Ronny Rast

Authentisches Roots-Blues-Erlebnis jenseits aller Genreschubladen

BLUES • SOUL BLUES • FOLK │ Der britische Sänger, Songschreiber und Gitarrist Connor Selby entwirft mit seinem neuen Album ein kraftvolles Bekenntnis zu Ehrlichkeit, Zugehörigkeit und Selbstakzeptanz. Seine Stimme schlägt Brücken zwischen klassischen Blues-, Soul- und Folk-Elementen – und bringt dabei eine Intensität, wie man sie selten bei jungen Künstlern findet. Von seinem unsteten Aufwachsen über verschiedene Kontinente bis hin zu grossen Bühnenauftritten begründet er seine Haltung: «Die Songs handeln davon, wie ich mich in der Welt fühle – und oft nicht wirklich dazugehöre.»

Als Support Act spielt der Schweizer Blues-Senkrechtstarter Ronny Rast mit Band

Zeitplan:
19.30 Uhr: Ronny Rast
20.30 Uhr: Connor Selby

«Ich habe mein Leben lang das Gefühl gehabt, ein Aussenseiter zu sein – und es geht darum, jemanden zu finden, der dich genau so akzeptiert, wie du bist.» (Interview)
«Die Songs sind über mein Gefühl, in der Welt zu sein und nicht wirklich dazuzugehören.» Blues Magazine
«Du kannst versuchen, etwas vorzutäuschen – aber die Wahrheit wird früher oder später herauskommen. Also kannst du genauso gut Frieden damit schliessen.» (über den Titeltrack)

Connor Selby wurde in Essex (UK) geboren, zog aber bereits als Kind mit seiner Familie mehrfach – unter anderem in die USA und in die VAE. Diese globalen Wurzeln haben sein musikalisches Empfinden schon früh geprägt. Bereits mit seinem Debüt stach er aus der britischen Blues-Szene hervor und wurde in den Jahren 2020 bis 2022 dreimal in Folge als „Young Artist of the Year“ bei den UK Blues Awards ausgezeichnet. Mit dem im August 2025 erschienenen Album The Truth Comes Out Eventually (Label: Provogue) zeigt er sich noch reifer, facettenreicher und in der Lage, seine eigenen inneren Kämpfe in mitreissende Songs zu verwandeln.

Statt sich dem klassischen Blues-Klischee hinzugeben, verbindet Selby Big-Band-Sounds mit feinen Folk-Elementen, mit einer gehörigen Portion Soul und einem Blick für emotionale Tiefe. Reviewern zufolge wirkt er dabei nicht wie ein britischer Nachahmer amerikanischer Vorbilder, sondern wie jemand, der die Musik in sich trägt. Er thematisiert, was viele von uns kennen: das Fremd-sein, das Anderssein, das Streben nach Ruhe im Inneren. In Songs wie „Someone“ beschreibt er die Hoffnung, jemanden zu finden, bei dem man sein kann, wie man ist. In „(I Am) Who I Am“ stellt er sich gegen Erwartungen, in „Amelia“ und „Songbird“ öffnet er sich verletzlich und folkmässig.

Live bringt Selby eine Präsenz, die kaum mit seinem Alter zu erwarten ist. Er hat u.a. im Vorprogramm von The Who im Wembley Stadium gespielt sowie auf dem Hyde Park Festival in London neben Acts wie Pearl Jam und Stereophonics. Doch trotz dieser grossen Auftritte bleibt seine Einstellung schlicht: «Eine Bühne ist eine Bühne. Ich schliesse einfach meine Augen und spiele, als wäre es ein ganz normales Konzert.»

Für das Publikum bedeutet Selbys Musik ein tiefes Eintauchen in Klangräume: warm, ehrlich, mit Gitarren- und Hammond-Orgelklängen, Hornsektionen und Backing Vocals, die dem Album eine fast filmische Qualität verleihen. Und dennoch – oder gerade deshalb – spürt man die persönliche Verletzlichkeit und den Mut zur Selbstannahme. Seine Botschaft: Man muss nicht perfekt sein, um gehört und gesehen zu werden.

https://www.connorselby.com


Supporting Act: Ronny Rast

«The new generation of Bluesrock!»

BLUES • BLUESROCK │ Roh, frech, authentisch, gefühlvoll und vielseitig: Wenn das 20-jährige Ausnahmetalent Ronny Rast die Bühne betritt und in die Saiten greift wird klar: The “young face for good music” means business! Gesanglich versiert, stilsicher an der Gitarre und inspiriert von den grossen Ikonen der Bluesmusik zelebriert er den Sound, der ihn schon seit Kindestagen prägt, derart authentisch, was die Liveshows von Ronny Rast und seiner fantastischen Band, die mit ihm seit fast zwei Jahren durch die Schweiz tourt, zum wahren Erlebnis machen.

«Der Junge hat einen unglaublichen Spirit, es scheint, als lebe eine alte Seele in einem jungen Körper.»

Booked from Basitours

20. Blues Caravan: Laura Chavez, Matthew Curry & Elise Frank

Die drei Headliner der Jubiläumsausgabe verkörpern eine spannende Mischung aus Erfahrung, grosser Emotion und jugendlicher Frische.

BLUES │ Bei Ruf Records jagt ein Meilenstein den nächsten: Erst neulich feierte das international renommierte Blues/Rocklabel sein 30-jähriges Bestehen im grossen Stil, nun ist seine beliebte Live-Revue Blues Caravan an der Reihe. Im Jahr 2026 geht die Show bereits zum 20. Mal auf Welttournee. Die Liste der Künstler:innen, die den grossen Karrieresprung im Rahmen des Blues Caravans schafften, ist ebenso lang wie beeindruckend. Dazu zählen unter anderem Ana Popovic, Samantha Fish, Aynsley Lister und Joanne Shaw Taylor – um nur einige zu nennen. Die drei Headliner der Jubiläumsausgabe, die nun in ihre Fußstapfen treten, verkörpern eine spannende Mischung aus Erfahrung, großer Emotion und jugendlicher Frische.

Die aus Kalifornien stammende Laura Chavez ist sicherlich die Bekannteste im Bunde. Die begnadete Gitarristin war viele Jahre lang die treibende Kraft in der Band der Sängerin Candye Kane (Blues Caravan 2005 & 2008) und hat unzählige Konzerte an der Seite von Nikki Hill, Vanessa Collier und Rock-’n’-Roll-Legende Mitch Ryder gespielt. Chavez weiß mit ihrer songdienlichen Rhythmusgitarre und ihren mitreißenden E-Gitarrensoli jedes Publikum zu begeistern. Ihr exzellenter Ruf in der Szene wurde endgültig bestätigt, als sie 2023 den Blues Music Award als „Best Instrumentalist – Guitar“ gewann – als erste Gitarristin überhaupt. Chavez wird im Rahmen des Blues Caravan zum ersten Mal als Solokünstlerin auf der Bühne stehen.

Matthew Curry ist ein echter Geheimtipp für alle, die sich in der Blues- und Rockszene auskennen. Der US-Amerikaner steht seit über einem Jahrzehnt auf den Bühnen Nordamerikas und begeistert dort mit seinem unverkennbaren Sound zwischen Blues, Rock und Americana. Er teilte die Bühne mit echten Größen wie Peter Frampton, der Steve Miller Band, den Doobie Brothers oder Blackberry Smoke.

Newcomerin im Bunde ist die Französin Elise Frank. Als Frontfrau der 2021 gegründeten Formation FRANK ist sie bereits bei namhaften Musikfestivals wie dem Cognac Blues Passions Festival und dem Rory Gallagher International Tribute Festival aufgetreten. Ihre Auftritte bei der anstehenden Caravan-Tour darf man mit Spannung erwarten.

Auch nach 20 Jahren und hunderten von Shows bleibt das bewährte Konzept des Blues Caravans unverändert. Zunächst spielt jeder der drei Headliner ein komplettes Live-Set, bevor am Ende alle gemeinsam bei einer aufregenden Jamsession auftreten.

www.wordpress.bluescaravan.de

Peter Erskine Quartet feat. Bob Mintzer, Alan Pasqua & Darek Oles

Eine meisterhafte Fusion-Allianz zwischen Jazzlegenden

JAZZ • FUSION | Aus einer gemeinsamen Geschichte im modernen Jazz heraus entsteht ein Ensemble, das musikalische Reife und spontane Lebendigkeit vereint. Geprägt von jahrzehntelanger Erfahrung in grossen Formationen und intimen Projekten loten die Musiker die Grenzen zwischen Struktur und Freiheit aus. Ihr Zusammenspiel ist präzise, doch nie berechenbar – getragen von gegenseitigem Vertrauen und einem tiefen Verständnis für Klang, Form und Moment.

«Manchmal sind die kraftvollsten Aussagen jene, die direkt vorgetragen werden: sanft, aber bestimmt in ihrer völligen Hingabe – und frei von jeder überflüssigen Ausschmückung.» (John Kelman in All About Jazz)
«Mit eleganten, respektvollen und ehrfürchtigen Arrangements … das ist Musik mit bleibender Wirkung … ein Quartett von musikalischen Freunden, die nichts zu beweisen haben, aber viel zu gewinnen, indem sie miteinander teilen …» (John Kelman, All About Jazz)
«Dieses Trio kann man als perfekten Schmelztiegel aus Kreativität, Komplexität und Rhythmus bezeichnen – geprägt von spontanem Zusammenspiel und intelligenter musikalischer Konversation.» (Jim Worsley, music-on-net.de)

Die Bühne wird zur Plattform für eine der spannendsten Allianzen im aktuellen Jazz: Mit Peter Erskine, Bob Mintzer, Alan Pasqua und Darek „Oles“ Oleszkiewicz präsentiert sich eine Formation, deren einzelne Mitglieder schon Geschichte geschrieben haben – und gemeinsam wiederum neue Kapitel aufschlagen.

Peter Erskine zählt zu den vielseitigsten und meistbeschäftigten Jazz-Schlagzeuger:innen der letzten Jahrzehnte: Bereits im Alter von vier Jahren begann er zu trommeln, studierte Perkussion und wurde mit 18 Jahren professionell tätig. Stationen wie das Orchester von Stan Kenton, die Big Band von Maynard Ferguson und insbesondere die legendäre Fusion-Gruppe Weather Report machten ihn zu einem prägenden Akteur der Jazzgeschichte. Seine Präsenz auf über 700 Alben und in vielen Soundtracks zeugt von seinem musikalischen Kosmos.

Bob Mintzer wiederum bringt eine Stimme ein, die sowohl im Saxophon- und Woodwind-Spiel als auch im Komponieren und Arrangieren glänzt. Seit Jahrzehnten Mitglied der renommierten Fusion- und Jazz-Formation Yellowjackets, führte er grosse Big Bands, schrieb hunderte Stücke und prägte das Bild des modernen Jazz.

Alan Pasqua, ein Steinway-Künstler am Klavier und Grammy-Nominee, bereichert die Formation mit einem Fundament aus Rock, Fusion und klassischem Jazz. Schon früh aktiv im Bereich Pop/Session und Jazz zugleich, verbindet er Eleganz mit Energie.

In der Tiefe verankert, aber mit weitem Blick: Darek «Oles» Oleszkiewicz wurde in Polen geboren, wechselte zur akustischen Bass-Vielfalt und etablierte sich an der Westküste der USA als einer der gefragtesten Musiker auf seinem Instrument.

Gemeinsam entfaltet das Quartett eine Musik, die sowohl die Hard-Edge-Fusion der 70er Jahre wie auch die subtilen Klangräume des modernen Jazz durchmisst. Sie loten Räume zwischen Rhythmus und Freiheit aus, zwischen Komposition und Spontaneität. In einem Club-Setting – wie bei Ihrem Anlass – wird dies besonders intensiv erlebbar: Hier gibt es kurze Wege zwischen Musiker:innen und Publikum, Situationen der Nähe und Intensität, die im grossen Konzertsaal oft verloren gehen.

Peter Erskine – Schlagzeug
Bob Mintzer – Saxophon, Woodwinds, Komposition/Arrangements
Alan Pasqua – Piano, Keyboard
Darek «Oles» Oleszkiewicz – Kontrabass

https://www.petererskine.com

Lars Danielsson & Liberetto

Nordische Eleganz und Jazzpoesie: ein neues Kapitel für Liberetto

JAZZ | Mit dem fünften Album seines Liberetto-Projektes, das im Februar 2026 erscheint, setzt der schwedische Bassist, Cellist und Komponist Lars Danielsson seine gefeierte Albumreihe fort. Erneut verschmelzen Jazz, Klassik und skandinavische Klangästhetik zu einem musikalischen Universum, das Tiefe und Leichtigkeit vereint. Nach den Erfolgen der bisherigen Liberetto-Veröffentlichungen präsentiert Danielsson nun ein neues Werk, das seine Handschrift weiterführt und zugleich neue Impulse setzt.

Lars Danielsson – Bass, Cello, Komposition
Grégory Privat – Piano
Magnus Öström – Schlagzeug
John Parricelli – Gitarre

«Auf den Sound dieser Supergroup im europäischen Jazz ist Verlass: der ist melancholie-und harmonieselig und immer tief melancholisch.»» (NRW Jazz, DE)

Seit über einem Jahrzehnt gilt Lars Danielssons Liberetto-Reihe als Inbegriff einer modernen, poetischen Form des Jazz. Der schwedische Bassist und Cellist, der ebenso für seine eleganten Kompositionen wie für seine Virtuosität bekannt ist, hat mit Liberetto (2012), Liberetto II (2014), Liberetto III (2017) und Liberetto IV (2021) eine Trilogie – beziehungsweise Tetralogie – geschaffen, die weltweit Kritikerlob und Publikumserfolge vereinte. Nun öffnet sich mit Liberetto 2026 (Arbeitstitel) ein neues Kapitel.

Das neue Album bleibt der Idee treu: Klangräume entstehen zu lassen, die klassische Strenge, improvisatorische Freiheit und nordische Melancholie miteinander verbinden. Danielsson schafft Melodien von klarer Schönheit, die weit über den Jazz hinausreichen – Musik, die eher erzählt als protzt, die Atmosphären malt statt laut zu werden. Sein Spiel ist subtil, lyrisch und zugleich kraftvoll.

Die Band Liberetto steht dabei stets für ein Ensemble der Extraklasse. Mit wechselnden Mitstreitern aus der europäischen und internationalen Jazzszene hat Danielsson immer wieder neue Klangfarben gefunden. Namen wie Magnus Öström (Drums), Grégory Privat (Piano) oder John Parricelli (Gitarre) prägten die bisherigen Produktionen. Für Liberetto 2026 darf man von einer ebenso hochkarätigen Besetzung ausgehen – Musiker, die Danielssons Vision von zeitgenössischer Jazzpoesie mittragen und bereichern.

Während viele Jazzprojekte die Virtuosität ins Zentrum stellen, steht bei Danielsson das Erzählen im Vordergrund. Er komponiert kleine Geschichten – leise, nachdenklich, manchmal hymnisch, stets getragen von einem tiefen Gefühl für Klang. «Liberetto» ist damit mehr als eine Albumreihe: Es ist eine musikalische Handschrift, die zu einer Marke geworden ist.

Mit Liberetto 2026 (Arbeitstitel) führt Lars Danielsson diese Handschrift in die Zukunft – mit neuen Kompositionen, neuen Begegnungen, vielleicht auch neuen Instrumentierungen. Sicher ist: Es bleibt Musik, die über den Moment hinausstrahlt, die berührt, entschleunigt und inspiriert.

«Dieses Liberetto ist ein ‘liber’ (Buch) mit einem weiten nostalgischen Sog … Stimmen durchdringen sich gegenseitig, fügen sich zu warm klingenden Harmonien … rhythmische Energie wird gelegentlich zum mitreißenden Impuls.» — Rondo Magazin
«Eleganz, Melodie, Verve, Drive, musikalische Frische & „treffsicherer Groove“ (All About Jazz): … Für Lars Danielsson, den Meister des Wohlklangs an Bass und Cello …» — Treibhaus / All About Jazz

Lars Danielsson Official Website

Emil Brandqvist Trio

Skandinavischer Jazz voller Melancholie, Klangfarben und lyrischer Intensität

NORDIC JAZZ | Das Emil Brandqvist Trio gehört zu den markantesten Stimmen des zeitgenössischen skandinavischen Jazz. Mit feinen Melodien, lyrischer Kraft und einem unverwechselbaren Sinn für Klangfarben verwebt die Band Elemente aus Klassik, Folk und Jazz zu einem atmosphärischen Ganzen. Ihre Musik ist zugleich kontemplativ, energiegeladen und von einer besonderen nordischen Poesie getragen.

«Das Trio versteht es meisterhaft, mit Melodie und Klangfarben Geschichten zu erzählen.» – Jazzthing
«Nordische Weite, feine Lyrik und ein intensives Zusammenspiel machen ihre Musik einzigartig.» – Jazz Journal
«Emil Brandqvist hat mit seinem Trio eine unverwechselbare Handschrift im modernen Jazz geschaffen.» – All About Jazz

Emil Brandqvist – Schlagzeug, Komposition
Tuomas A. Turunen – Klavier
Max Thornberg – Kontrabass

Seit seiner Gründung hat sich das Emil Brandqvist Trio als eine feste Grösse im europäischen Jazz etabliert. Der schwedische Schlagzeuger und Komponist Emil Brandqvist bildet gemeinsam mit dem finnischen Pianisten Tuomas A. Turunen und dem schwedischen Bassisten Max Thornberg ein Ensemble, das durch seine stilistische Klarheit und seinen unverwechselbaren Klang besticht.

Im Zentrum der Musik steht eine nordisch geprägte Ästhetik, die Ruhe, Weite und innere Spannungen miteinander verbindet. Die Kompositionen von Emil Brandqvist entfalten sich in einem langsamen, atmenden Duktus, der Raum für Improvisation und dynamische Entwicklungen lässt. Klavier und Bass verweben sich zu einem filigranen Klanggewebe, über das Brandqvists feinsinniges Schlagzeugspiel sowohl Struktur als auch poetische Akzente setzt.

Internationale Beachtung fand das Trio mit Alben wie Breathe Out (2013), Seascapes (2015) oder Within a Dream (2018). Ihre Produktionen erscheinen beim renommierten deutschen Label Skip Records und erhielten begeisterte Kritiken in Jazzmagazinen wie Jazzthing und Jazz Journal. Die Musik des Trios schafft es, zugleich leicht zugänglich und tiefgründig zu sein – sie verführt mit klaren Melodien und überrascht durch unerwartete harmonische Wendungen.

Tourneen führten das Trio durch ganz Europa, wo es sowohl auf Festivals als auch in Konzertsälen sein Publikum mit intensiven Live-Erlebnissen begeistert. Besonders geschätzt wird das Zusammenspiel der drei Musiker, das von gegenseitigem Vertrauen, feinem Zuhören und einer grossen dynamischen Bandbreite geprägt ist.

Das Emil Brandqvist Trio steht für eine zeitgenössische Form des Piano-Trios, die die Tradition ehrt, aber zugleich ihren ganz eigenen Weg geht: nordisch, melodisch, atmosphärisch.

Emil Brandqvist wurde in Schweden geboren und studierte Schlagzeug und Komposition. Mit seinem Gespür für Klangfarben und dramaturgische Bögen prägt er das Repertoire des Trios.

Tuomas A. Turunen, Pianist aus Finnland, ist sowohl als Solist als auch in diversen Ensembles aktiv. Sein lyrisches, kraftvolles Spiel gilt als zentrales Markenzeichen des Trios.

Max Thornberg, schwedischer Kontrabassist, verbindet melodisches Feingefühl mit rhythmischer Stabilität. Er ist in verschiedenen Jazz- und Kammermusikprojekten gefragt und verleiht dem Trio sein warmes Fundament.

www.emilbrandqvisttrio.com

Marco Mezquida Trio

Grenzenloser Jazz trifft klassische Poesie: ein Trio erschafft Klangräume

JAZZ | Mit einer stillen Intensität und zugleich unbändiger Kreativität entfaltet das Trio von Marco Mezquida eine Musik, die über Genregrenzen hinaus blickt. Meisterhaft verschmilzt hier klassisch geprägter Ausdruck mit Jazz-Improvisation, mit Flamenco-Rhythmen, mit lateinamerikanischen und zeitgenössischen Elementen. Ob in intimen Kammerkonzerten oder großen Festivalbühnen – jede Note wird atmend, erzählend, bewegend, getragen von delikater Technik und tief empfundener Sensibilität. Eine Einladung, in fremde Innenräume zu lauschen, die vertraut und neu zugleich sind.

Besetzung:
Marco Mezquida – Klavier, Komposition
Martín Meléndez – Cello
Aleix Tobías – Perkussion, Schlagzeug

„Marco Mezquida verwandelt jedes Konzert in eine poetische Reise durch Klang und Emotion.“
„Das Zusammenspiel von Klavier, Cello und Percussion eröffnet neue Welten – intim, kraftvoll und grenzenlos.“
„Ein Trio, das Genregrenzen sprengt und dabei eine berührende Tiefe bewahrt.“

Marco Mezquida gilt heute als einer der markantesten Pianisten seiner Generation. 1987 auf Menorca geboren, hat er sich früh durch seine Fähigkeit hervorgetan, Klassik und Jazz nicht nur nebeneinanderzustellen, sondern zu einer unverwechselbaren, neuen Sprache zu verschmelzen. Was seine Musik so besonders macht, ist die Verbindung von technischer Meisterschaft, emotionaler Tiefe und einer Lust am Experiment, die sich nie in Virtuosität erschöpft, sondern stets den musikalischen Dialog sucht.

Das Marco Mezquida Trio mit Martín Meléndez am Cello und Aleix Tobías an Perkussion und Schlagzeug verkörpert genau diesen Dialog. In dieser außergewöhnlichen Besetzung begegnen sich drei Klangwelten: das Klavier als poetischer Erzähler, das Cello als melodisch-rhythmische Brücke zwischen Klassik und Jazz und die Percussion, die von feinen Strukturen bis zu eruptiver Kraft alles trägt, was dem Ensemble an Ausdruck innewohnt. Diese Mischung macht das Trio unverwechselbar in der heutigen Jazzlandschaft.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt das Ensemble mit dem Projekt Ravel’s Dreams, das 2017 als Album erschien. Hier verwandelte Mezquida Motive und Klangfarben des französischen Impressionisten in Improvisationsräume, die gleichermaßen respektvoll wie mutig mit der Tradition umgingen. Auch das Nachfolgealbum Talismán (2020) begeisterte Publikum und Kritik – eine Sammlung musikalischer Geschichten, die stilistisch weit über den Jazz hinausreichen und doch tief in seiner Freiheit verwurzelt sind.

Das Trio gastierte seither auf renommierten Festivals wie Montreux, San Sebastián, London oder Umbria Jazz und wurde 2022 mit dem BMW Welt Jazz Award ausgezeichnet. Kritiker beschreiben die Musik als „atmosphärisch dicht, zugleich voller Leichtigkeit“ und betonen Mezquidas Fähigkeit, „zwischen kammermusikalischer Intimität und orchestraler Größe“ zu wechseln.

Mit ihrem neuen Programm, das 2026 in einem Album erscheinen soll, schlägt das Trio erneut Brücken – zwischen Kulturen, Genres und Emotionen. Für das Publikum bedeutet das eine Reise durch Klangräume, die den klassischen Konzertsaal ebenso wie den Jazzclub berühren, eine Musik, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.

Marco Mezquida
Geboren 1987 in Menorca, Spanien; ausgebildet klassisch und jazztheoretisch, unter anderem an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC), Abschluss 2009. Mezquida ist ein vielseitiger Pianist, Komponist und Improvisator, dessen Klangsprache Jazz, klassische Musik (z. B. Impressionismus, Barock), Flamenco und populäre Musik zusammenführt. Er hat mehr als fünfzig Alben aufgenommen, darunter zahlreiche als Bandleader. U.a. bekannt sind Projekte wie Ravel’s Dreams, Talismán, Letter to Milos. Mehrfach ausgezeichnet, z. B. mehrfach „Musician of the Year“ von der Asociación de Músicos de Jazz y Música Moderna de Cataluña, sowie der BMW Welt Jazz Award 2022 für das Trio.

Martín Meléndez
Geboren 1982, in Moskau; aufgewachsen in Kuba. Cello-Ausbildung am Conservatorio Amadeo Roldán und später tätig in Barcelona. Er ist seit mehreren Jahren Mitglied des Marco Mezquida Trio, Mitwirkender bei Alben wie Talismán (2020) und Ravel’s Dreams. Sein Cello bringt eine ungewöhnliche Stimme ins Trio, die zugleich lyrisch und strukturbildend wirkt.

Aleix Tobías
Schlagzeuger und Perkussionist, mit fundierter Ausbildung in Badalona und Barcelona und Erfahrung mit traditionellen und modernen percussiven Stilen. Im Trio mit Marco Mezquida und Martín Meléndez seit dem Programm Ravel’s Dreams (ab 2016) dabei; gemeinsam gestalteten sie mit dem Trio auch Talismán und andere Projekte.

Marco Mezquida Official Website

Irek Głyk Quintet feat. Kinga Głyk [ABGESAGT]

[VERSCHOBEN] Generationen im Jazz: Wenn Erfahrung, Virtuosität und frische Energie zu einem einzigartigen Klang verschmelzen.

JAZZ │ Der polnische Vibraphonist Irek Głyk gilt seit Jahrzehnten als feste Grösse der europäischen Jazzszene. Mit seinem Quintett verbindet er fein ausgearbeitete Kompositionen, improvisatorische Freiheit und eine grosse stilistische Offenheit – vom Modern Jazz bis zu funkigen, groove-orientierten Klängen. Ein besonderer Höhepunkt dieses Projekts ist die Zusammenarbeit mit seiner Tochter Kinga Głyk, der international gefeierten Bassistin. Kinga hat sich in den letzten Jahren als Ausnahmetalent etabliert, das mit energiegeladenem Spiel, warmem Ton und verblüffender Virtuosität die Jazz- und Fusion-Welt begeistert.

Im Irek Głyk Quintet feat. Irek Głyk treffen zwei Generationen aufeinander, die nicht nur musikalisch, sondern auch familiär verbunden sind. Dieses Zusammentreffen verleiht der Musik eine außergewöhnliche Intensität: Tradition und Innovation, Erfahrung und jugendliche Frische verschmelzen zu einem packenden Konzerterlebnis. Das Programm umfasst Eigenkompositionen von Irek und Kinga ebenso wie neu interpretierte Klassiker. Mal lyrisch und kammermusikalisch, mal energiegeladen und rhythmisch pulsierend, entsteht eine Klangwelt, die das Publikum in Bann zieht.

em>„Einer der feinfühligsten Vibraphonisten Europas, dessen Spiel zwischen lyrischer Eleganz und kraftvollem Drive pendelt.“< – Jazz Forum, Polen em>„Irek Głyk versteht es, mit jedem Ton eine Geschichte zu erzählen – sein Klang ist unverwechselbar und voller Tiefe.“ – Leverkusen Jazz Festival Programmheft
„Ein Musiker, der Tradition und Moderne meisterhaft verbindet und das Vibraphon ins 21. Jahrhundert trägt.“ – Süddeutsche Zeitung

Besetzung:
Irek Głyk – Vibraphon
Kinga Głyk – Bass
Joaquin Martinez Sosa – Klarinette
Peter Somos – Schlagzeug
Jakub Mizeracki – Gitarre

Irek Głyk – Vibraphon: Viele Jahre lang begleitete Irek seine Tochter Kinga als Manager und Schlagzeuger auf Tourneen quer durch Europa – u. a. zu Leverkusen Jazz, Jazz in Marciac oder dem Jakarta Java Jazz Festival. Heute steht er mit einem eigenen Vibraphon-Duo auf der Bühne, inspiriert von Gary Burton und Chick Corea. Neben seiner Soloarbeit ist Irek ein gefragter Session-Musiker, u. a. mit Stanisław Sojka, Justyna Steczkowska, Paweł Kukiz, Natalia Niemen, Ireneusz Dudek, Mieczysław Szcześniak, Jorgos Skolias, Tomasz Stańko und vielen mehr. Diskografie: Long Time, Step Ahead, IREK GŁYK VIBES EXPRESSION, I Am Never Alone.

Kinga Głyk – Bass: Mit 12 Jahren startete Kinga im Głyk P.I.K Trio. Ihr Debütalbum Rejestracja (2015) wurde begeistert aufgenommen. 2016 ging ein Video ihrer Version von Eric Claptons Tears in Heaven viral (20 Mio. Views). Ihre Alben Dream und Feelings mit Gästen wie Tim Garland, Bobby Sparks II, Mateus Asato etablierten sie in der internationalen Jazzszene. Auftritte mit Marcus Miller, weltweite Tourneen und Auszeichnungen wie ECHO Jazz-Nominierung, Grand Prix New Hope of Polish Jazz und Koryfeusz Muzyki Polskiej folgten. Ihr aktuelles Album, co-produziert von Michael League (Snarky Puppy), erschien bei Warner Music.

Joaquin Martinez Sosa – Klarinette: In Kuba geboren, spielte er bereits in Barbados, Kanada, Spanien und den VAE. Er teilte die Bühne mit Wynton Marsalis und Paquito D’Rivera, der ihn als „einen der talentiertesten und vielseitigsten Klarinettisten der Gegenwart“ bezeichnete. Seit 2024 lebt er in Polen. Mit seinem Quartett gewann er den Wettbewerb des 23. Lotos Jazz Festival – Bielska Zadymka Jazzowa.

Peter Somos – Schlagzeug: Geboren in Budapest, startete er mit 14 Jahren seine Profikarriere. Studium an der Codarts University Rotterdam mit summa cum laude. Zusammenarbeit u. a. mit Casey Benjamin, Mahesh Vinayakram, Grzech Piotrowski, Ralph Kaminski. Auftritte u. a. bei Sziget (HU), WOMADelaide (AUS), Shanghai World Music (CN), Nebraska Crossroads (US).

Jakub Mizeracki – Gitarre: Einer der profiliertesten polnischen Gitarristen seiner Generation. Zusammenarbeit u. a. mit Leszek Możdżer, Billy Cobham, Freddie Hendrix, Logan Richardson, Bobby Watson und Nigel Kennedy. Aktiv als Sideman und mit eigenen Projekten international gefragt.

Irek Głyk | Kinga Głyk

The Soulvision Allstars present: The James Brown Tribute Show

SoulVision Allstars: Soul, Funk & Groove der Sonderklasse!

FUNK • SOUL • GROOVE | In Referenz zum «Godfather of Soul» präsentieren sich die brodelnden achtköpfigen SoulVision Allstars, ein Kollektiv von etablierten Schweizer Jazz- und Funk-Musikern um die Hausband des Solothurner Drummers und Bandleaders J.J. Flueck, mit ihrer James Brown Tribute Show und gelten seit bald zwanzig Jahren als DER Live-Tipp der Schweiz. Wenn auch nicht persönlich, so wird James Brown bestimmt mit seinem «Spirit» dabei sein und schreien: «I feel good in 2026!» Bereits zum vierten Mal in der Kulturfabrik INDUSTRIE36 🙂


Wer eine identische Wiedergabe der Hits von James Brown erwartet, wird überrascht werden. Aufbauend auf den Soul & Funk Klassikern lässt die brodelnde acht-köpfige James Brown Tribute Band mit J.J. Flueck’s Hausband und der herausragenden Horn Section Funk, Soul, Jazz und Hip Hop verschmelzen. Dabei bleibt jede Menge Raum für ausschweifende Jazz-Improvisationen.

Ende 2006 ist ein wahrer Musik-Pionier und musikalischer Wegbereiter von uns gegangen. The hardest working man in showbusiness, the godfather of soul: Mr. James Brown. Bereits im Laufe der 50er und 60er Jahre hat James Brown mit seinen Bands von The Flames bis zu den JB’s die Rhythmik und den Flavor der schwarzen Tanzmusik komplett umgekrempelt und mit Klassikern wie “Sex Machine“ oder “Cold Sweat“ weltweite Hits abgeliefert. Im Vorbeigehen hat er damit die Vorlage für unzählige moderne R’n’B-, HipHop-, BigBeat- oder House-Tracks geschaffen.

Ein Kollektiv von etablierten Schweizer Jazz- und Funk-Musikern um die Hausband des Solothurner Drummers und Bandleaders J.J. Flueck, hat es sich zur Aufgabe gemacht dem Godfather of Soul mit einer Tribute Show Respekt zu zollen. Die Formation mit Exponenten wie dem Sänger und Soulman Nr.1 Reggie Saunders oder den Bläsern der aktiven Schweizer Kulturszene Fabienne Hoerni (Sax, Stephan Eicher, Lily horn is born, IFM Collective), René Mosele (Posaune, Patent Ochsner, uv.m.) und Dave Feusi (Sax, Funky Brotherhood, The Clients, etc.) interpretiert im Rahmen der James Brown Tribute Show die grössten Hits neu sowie dem breiteren Publikum unbekannte Perlen aus dem Schaffen des an Weihnachten 2006 verstorbenen Musik-Genies. Satte Schlagzeug-Rhythmen treffen auf knackige Basslines und groovende Hammond-Melodien, souliger Gesang und kantige Shouts runden das Ganze ab. Ein wahres Feuerwerk an Rhythmen und Emotionen welches den Godfather of Soul für
zwei Stunden auferstehen lässt.

Die hochkarätige Band ist nunmehr seit bald 20 Jahren unterwegs um an ausgewählten Events den Geist, die Musikalität und die Energie dieser prägenden Ära aufleben zu lassen. Ein Abend ganz im Zeichen von James Brown – The James Brown Tribute Show!

Line-up:
Reggie Saunders – vocals
Dave Feusi – sax
Fabienne Hoerni – sax
René Mosele – trombone
Andreas Renggli – organ, keys
Sam „the Kungfu Man“ Siegenthaler – guit
Pascal P Kaeser – bass
J.J. Flueck – drums, musical director

www.soulvision.ch/artists/jamesbrowntributeshow

Vijay Iyer Solo [ABGESAGT]

[ABGESAGT] Eine radikale Klangreise eines visionären Pianisten und Komponisten des 21. Jahrhunderts

JAZZ │ Wenn ein Pianist allein auf die Bühne tritt, entfaltet sich eine unvergleichliche Intensität: Vijay Iyer, gefeiert als einer der interessantesten und bedeutendsten Jazz-Pianisten der Gegenwart, verwandelt das Solo-Klavier in ein orchestrales Universum. Mit unverkennbarer Handschrift verbindet er Tradition und Gegenwart, Intellekt und Emotion – und macht jede Aufführung zu einem einzigartigen Erlebnis.

«In Solo wird die Gedankenarbeit sichtbar, ohne dass sie kalt wirkt.» (All About Jazz)
«Als Solist bin ich ganz verantwortlich – das erzeugt eine besondere Intimität mit dem Hörer.» (MPR News)
«Es ist, als wolle diese Band dich sowohl verführen als auch verunsichern und dir alles nehmen, ausser der Fähigkeit, selbst zu denken und zu sehen.» (New York Times)

Von der New York Times als «soziales Gewissen, Multimedia-Kollaborateur, Systementwickler, Rhapsode, historischer Denker und multikulturelles Tor» beschrieben, hat Vijay Iyer einen einzigartigen Weg als einflussreiche und wandlungsfähige Persönlichkeit in der Musik des 21. Jahrhunderts eingeschlagen. Als Komponist und Pianist, der in verschiedensten Musikgemeinschaften aktiv ist und hoch geschätzt wird, hat er in den letzten drei Jahrzehnten ein kontinuierlich innovatives, emotional bewegendes Werk geschaffen. Damit gilt er heute als einer der führenden Musikschaffenden seiner Generation.

Zu seinen Auszeichnungen zählen ein MacArthur-Stipendium, ein Doris Duke Performing Artist Award, ein United States Artist Fellowship, drei Grammy-Nominierungen, der Alpert Award in the Arts, der Greenfield Prize, ein niederländischer Edison-Preis und zwei deutsche Echo-Auszeichnungen. Zudem wurde er mehrfach von Fachmedien geehrt: viermal Jazz-Künstler des Jahres im DownBeat Magazine, von Pitchfork als «einer der besten der Welt in seinem Fach», von der Los Angeles Weekly als «ein grenzenloser und äusserst wichtiger junger Star» und vom Minnesota Public Radio als «ein amerikanischer Schatz».

Seine musikalische Sprache ist geprägt von Duke Ellington, Thelonious Monk, Alice Coltrane und Geri Allen, von den rhythmischen Traditionen Südasiens und Westafrikas sowie der afroamerikanischen kreativen Musikbewegung der 60er- und 70er-Jahre. Diese Vielfalt fliesst auch in sein Solospiel ein. Bereits mit dem Album Solo (ACT, 2010) setzte er einen Meilenstein, in dem er Klassiker wie Monks «Epistrophy», Ellingtons «Black and Tan Fantasy» oder Michael Jacksons «Human Nature» in neue Kontexte stellte und gleichzeitig eigene Werke präsentierte. Live füllt er den Raum mit klanglicher Dichte, aber auch mit Stille, und schafft so eine intime Verbindung zwischen Bühne und Publikum.

Auch in jüngerer Zeit setzt Iyer Akzente: Compassion (ECM, 2024) mit Tyshawn Sorey und Linda May Han Oh, das Grammy-nominierte Love In Exile (Verve, 2023) mit Arooj Aftab und Shahzad Ismaily oder Uneasy (ECM, 2021) belegen seine Vielseitigkeit. 2025 erscheint mit Defiant Life (ECM) ein neues Werk in Zusammenarbeit mit Wadada Leo Smith, das bereits als künstlerisches Statement von grosser Kraft gilt. Neben Jazzprojekten komponierte er für zahlreiche klassische Ensembles und Orchester – darunter die London Philharmonic, die LA Philharmonic oder das Silk Road Ensemble.

Als unermüdlicher Kollaborateur arbeitete er mit Musikern wie Henry Threadgill, Zakir Hussain oder Meredith Monk, ebenso wie mit Schriftstellern, Bildenden Künstlerinnen und Filmemachern. Neben seiner Laufbahn als Musiker ist er Professor an der Harvard University, wo er Musik sowie Afrikanistik und Afroamerikanistik lehrt. Vijay Iyer ist Steinway-Künstler und lebt in New York City.

Kurzbiografie
Vijay Iyer, 1971 in Albany (NY) geboren, gilt als einer der interessantesten und bedeutendsten Jazz-Pianisten seiner Generation. Mit zahlreichen Alben als Solist, im Trio oder in grösseren Ensembles zählt er zu den prägenden Stimmen der Gegenwart. Er wurde mit einem MacArthur Fellowship und weiteren internationalen Preisen ausgezeichnet und lehrt als Professor an der Harvard University. Neben seinen Jazzprojekten ist er ein gefragter Komponist für klassische Orchester und Kammermusikensembles.

www.vijay-iyer.com