Jazz-Avantgarde trifft auf mehrere Epochen kubanischer Musikgeschichte
LATIN JAZZ | Seit dem Gewinn der renommierten Montreux Jazz Piano Competition 2005 wächst die internationale Fangemeinde in Jazz und darüber hinaus. Das neue Blue-Note-Kapitel verbindet Jazz-Avantgarde mit mehreren Epochen kubanischer Musikgeschichte: folklorische, populäre und klassische Elemente, Improvisation, Live-Energie und Studio-Ideen werden zu einer zugänglichen, lebensbejahenden und auffallend ausgearbeiteten Vision für die Zukunft des Latin Jazz.
Line-up:
Harold López-Nussa – Klavier
Thibaud Soulas – Kontrabass
Ruy Adrián López-Nussa – Schlagzeug
«Einer der Begabtesten seiner Generation.» (Le Monde)
«Die grossartige Musik sprach Körper und Herz an.» (London Jazz News)
«Die Freude, die von der Bühne kam, war ansteckend.» (All About Jazz)
Der kubanische Pianist und Komponist Harold López-Nussa baut seit über zwei Jahrzehnten sein internationales Publikum im Jazz und darüber hinaus auf. Der Gewinn der renommierten Montreux Jazz Piano Competition 2005 markierte den entscheidenden Schub; Konzertquellen nennen zusätzlich den ersten Preis und den Publikumspreis beim Solo-Piano-Wettbewerb in Montreux.
In Havanna in eine Musikerfamilie hineingeboren, spiegelt seine Musik die ganze Breite kubanischer Tradition: folklorische, populäre und klassische Elemente sowie die Offenheit der Improvisation. Mit dem Blue-Note-Debüt «Timba a la Americana», produziert von Michael League, begann ein neues Kapitel nach dem Umzug von Kuba nach Frankreich; «Nueva Timba» führt diese Linie als Vision für die Zukunft des Latin Jazz weiter.
Auf «Nueva Timba» treffen Jazz-Avantgarde und mehrere Epochen kubanischer Musikgeschichte aufeinander. Das Album wurde im Pariser Club Le Duc des Lombards aufgenommen und danach im Studio geformt: als Live/Studio-Hybrid, der die Kraft des Konzerts mit klanglicher und konzeptueller Studioarbeit verbindet. Inhaltlich erzählt die Musik von Ortswechsel, Heimweh, Trauer und dem Weg zurück zu Helligkeit; Blue Note beschreibt das Ergebnis als zugänglich, lebensbejahend und auffallend ausgearbeitet.
Die aktuelle Trioform konzentriert diese Musik auf Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. Beim Bray Jazz Festival 2026 trat das Trio mit Thibaud Soulas am Bass und Ruy Adrián López-Nussa am Schlagzeug auf; auch das Wiener Konzerthaus führt die Besetzung mit Harold López-Nussa, Thibaud Soulas und Ruy López-Nussa. Das Programm reicht von Ruy Adriáns «Guajira» über «Mal du Pays» und «Tierra Mia» bis zu Benny Morés «Bonito y Sabroso» und «Funky».
All About Jazz hörte im Mai 2026 ein aufgeladenes, feierliches Set: Clave-Rhythmen, pulsierende Bass-Grooves und scharfe Klaviermotive bildeten den Rahmen für Soli aller drei Musiker; die rollenden Improvisationen des Leaders wurden als mühelos melodisch und rhythmisch prägnant beschrieben. Der Schlussapplaus hielt noch an, als die Musiker die Bühne verliessen.

Das Trio bringt seit 2004 überraschende Stilrichtungen zusammen, sprengt diese auf, swingt im Blues, funkt im Appenzeller-Stil, schwelgt in der Klassik oder rockt in den 70ern. ANDERSCHT liebt musikalische Kontraste und zeigt – auch in Singapore, Tadjikistan, Monaco, Salzburg oder Hamburg –, dass mit Appenzeller-Hackbrett mehr möglich ist, als man von diesem Instrument erwartet. Trotz all ihrer musikalischen Ausbrüche stehen die drei zu ihren appenzellischen Wurzeln und ihrer ursprünglichen Musikkultur.
BLUES • SOUL BLUES • FOLK │ Der britische Sänger, Songschreiber und Gitarrist Connor Selby entwirft mit seinem neuen Album ein kraftvolles Bekenntnis zu Ehrlichkeit, Zugehörigkeit und Selbstakzeptanz. Seine Stimme schlägt Brücken zwischen klassischen Blues-, Soul- und Folk-Elementen – und bringt dabei eine Intensität, wie man sie selten bei jungen Künstlern findet. Von seinem unsteten Aufwachsen über verschiedene Kontinente bis hin zu grossen Bühnenauftritten begründet er seine Haltung: «Die Songs handeln davon, wie ich mich in der Welt fühle – und oft nicht wirklich dazugehöre.»